Cambiar mi familia-Enero

Dienstag, 27.01.2015

Hola!

Am 16. Januar wechselte ich das erste Mal meine Familie. Ich war sehr aufgeregt, was mich wohl als nächstes erwarten würde. Aber als es dann ersteinmal ans Kofferpacken ging, packte mich zudem auch das blanke Entsetzen... So komm ich nicht zurück nach Deutschland!! Das alles passt nichteinmal in 5 Koffer. Geschweige denn meine 5 Paar neue Schuhe (insgesamt besitze ich hier nun 9) können nicht alle mitgenommen werden. Nun fällt einem auf, was man hier alles gekauft hat.. Es war sehr schwierig alles aus den Schränken meiner Schwester zusammenzusuchen, denn meine Haushälterinnen waren nie besonders gut darin, unsere Kleidung zu unterscheiden. Ab und zu landete meine Jeans in ihrem Schrank, aber statt sie mir wiederzugeben, ignorierte sie dies und lies sie dort hängen. Ganz schön interessant, was man alles nach 5 Monaten für Kleidung findet. Nun also ging es ans stopfen und drücken.. alles..JA! ALLES musste in den Koffer hineinpassen, indem während meiner Ankunft noch so viel Platz gewesen war. Was für ein Leistungssport. Ich war bestimmt über 3 Stunden beschäftigt. Blöd nur, dass ich unter Zeitdruck stand und 1 Tag früher wechseln musste als es mir Rotary angesagt hatte... typisch.

Alles ging sehr reibungslos über die Bühne. Meine Mutter fuhr mich zu meiner neuen Familie und quatschte sich dort 2 1/2 Stunden fest, da beide Familien sehr dicke sind. 
Nun aber lebe ich in einer noch größeren Familie! Ich dachte nicht, dass das möglich wär, doch..bienvenida a mexico. Ich habe 2 Schwestern, 2 Brüder, einen Hund, Mama, Papa und 2 Haushälterinnen, die hier sowieso immer rumwuseln. Mit mir 10 Personen.. Und wieder muss ich mir mein Zimmer und mein Bad teilen, doch diesmal mit 2 Schwestern. Ich habe aber doch irgendwo mein eigenes Reich (quasi ein Atelier über dem Zimmer meiner Schwestern, das jedoch offen gehalten ist) Alle sind sehr nett und ich habe auch ein wenig mehr Freiraum. Anfangs war es sehr schwer mit einer neuen Familie umzugehen, da mir die alte schon sehr fehlt. Mein kleiner und großer Bruder, meine Schwester (mehr oder weniger), mein süßer Hund und meine lieben Eltern, die alles für mich gemacht haben, wofür ich ihnen auch sehr danke! Als ich dann auch das traurige Gesicht meines kleinen Bruders gesehen habe, als ich das Haus verließ, musste ich schon schwer schlucken.. dieser kleine Wirbelwind. 
Erst war ich sehr traurig und habe mich nicht sehr wie zu Hause gefühlt, da nicht sehr viel Platz für mich frei geräumt wurde. Dazu andere Regeln, Gewohnheuten uvm..Mittlerweile genieße ich alles in vollen Zügen! Ich darf endlich bei Freunden schlafen, mit Bus fahren und bisschen länger raus. Zudem lebt meine Familie sehr gesund und das Essen ist super lecker!!! 

....ein anderer Punkt.... das Spanisch von meiner neuen Familie verstehe ich gar nicht!! Sie reden viel nuscheliger und zu schnell... 

Ich freue mich schon auf das Ausmisten meiner Sachen beim nächsten Umzug.. Bin in 4 1/2 Monate bestimmt schon wieder im Heimatlande. 

und damit.. Adiós 

 

navidad, cumpleaños y año nuevo

Mittwoch, 07.01.2015

Feliz Navidad mi familia y amigos,

 

der Dezember ist ein wunderschöner Monat für einen Austauschschüler, jedoch gleichzeitig auch einer  der schwersten Zeit im Jahr. Das Fest der Liebe und das Zusammenseins, alleine feiern...bzw. mit einer anderen Familie, in einem anderen Land mit anderen Sitten. Ich finde das super interessant und ich habe gedacht, dass ich mich in dieser Zeit besonders schlecht fühlen würde. Dies trifft überhaupt nicht zu! Ich sauge jede Sekunde mit meiner wundervollen Familie auf und genieße die unterschiedlichen Weisen zu feiern. Natürlich denke ich oft an meine Familie in Deutschland. Was machen die wohl gerade? Was essen sie leckeres? Und vieles mehr..

Die Vorweihnachtszeit war schrecklich! Von Weihnachtsstimmung keine Spur.. Am 15. Dezember waren sogar mittags 30°C und ich konnte einen leichten Sonnenbrand auf meinem Rücken verspüren! Verrückt... Zudem halten Mexikaner nicht viel von Weihnachtsschmuck. Auch Weihnachtsmusik ist hier im Radio nicht sehr weit verbreitet. Es läuft wie immer Banda oder andere mexikanische Folklore.

Ich hatte von dem 9. Dezember an Ferien. Diese gehen in meiner Schule 2 Monate!! Länger als die deutschen Sommerferien. Ich werde sie in vollen Zügen genießen.

Zwischendrin hatte ich natürlich auch ein Rotary-Meeting. Wir bekamen unser Geld und hatten eine typisch mexikanische Posada (Weihnachtsfeier). Wir aßen Tamalis (Maistaschen) und spielten Piñata!!!!

Super tolle Erfahrung.

Außerdem schaute ich mir die Weihnachtsfeier meines kleinen Bruders an und besichtigte eine Ice-Show. Ein etwas anderer Dezember, jedoch unvergesslich.

Am 23. Dezember kamen die Freundin meines Bruders und der Freund meiner Schwester zu Besuch. Wir hatten eine Art Julklapp, wo jeder ein Quatschgeschenk und ein richtiges mitbringen sollte. Anschließend aßen wir super lecker.

Anfangs hatte ich Angst, dass ich mich fehl am Platz fühle und hatte generell keine Lust auf Urlaub mit 30-40 Leuten... eben ganz anders.

Aber der gestrige Abend hat mir gezeigt, wie unglaublich verbunden ich mich mit meiner Familie fühle, wie willkommen ich bin und wie schön es ist eine große Familie zu haben. Ich habe richtig diese weihnachtliche Liebe gespürt und wollte den Abend für nichts eintauschen! Vor dem Essen beteten wir natürlich, wo ich diesmal auch etwas aus der Bibel in Spanisch vorlesen musste...man war das peinlich! Bevor ich schlafen ging, musste ich einen Schuh vor dem Weihnachtsbaum stehen lassen. Dieser Schuh stand am nächsten Morgen auf meinem Geschenk, denn „Jesus wird die Geschenke deinem Schuh zuordnen.“

In Mexiko findet die Bescherung am 25. Dezember morgens statt. Wir mussten diese aber wegen unseres Urlaubs einen Tag vorziehen.  

Um 8 Uhr morgens rufte meine Mama von unten hoch, dass das Kind Gottes die Geschenke gebracht hat. Also stürmten wir alle runter. Wie wir meinen kleinen Bruder kennen, ist er um 6 Uhr aufgestanden um seine Geschenke auszupacken. (Von dem Geraschel und das reißen des Papieres wurde ich auch morgens wach)

Ich fand es sehr lieb, dass meine Familie an mich gedacht hatte! Sie schenkten mir coole Hausschuhe, eine Sportjacke und ein Nike-Pro Sportshirt!

Direkt danach ging es los! Vamos a la playa!! *-* Ich sitze gerade im Auto und habe Zeit einen neuen Bericht zu schreiben. Wir fahren ja schließlich 7 Stunden bis Barra de Navidad.

Ich liebe es durch die Landschaft zu fahren mit mexikanischer Musik meines Vaters im Ohr. Die Berge, die Tiere und die Pflanzen zu betrachten ist toll! Alles so anders. Ab und zu sieht man Adler hoch am blauen Himmel oder Kühe und Wildpferde am Autobahnrand stehen. Es kam schon vor, dass wir abrupt anhalten mussten, da Bullen über den Highway flitzten. In Tallandschaften sieht man häufig mini Tornados (Windhosen)....oh man mir wird gerade echt schlecht, so crazy wie mein Vater hier durch die Gegend düst...bienvenida a mexico..

Als wir eine kleine Pinkelpause gemacht haben, stand ich vor einem riesigen Vulkan! Der hat ganz schön gequalmt.. (Dieser ist auch 3 Tage nach unserem Urlaub ausgebrochen) Außerdem konnte ich einen Wald nur aus Palmen betrachten. So interessant!!

Als wir in der kleinen Stadt angekommen sind, liefen wir erst einmal zum Strand. Wunderschönes Gefühl am 24. Dezember den Pazifischen Ozean an seinen Füßen zu spüren. Ich bin ehrlich.. mir kamen die Tränen so etwas erleben zu dürfen.

Als wir in der kleinen und bescheidenen Ferienwohnung angekommen sind, begann ich mich nicht wohlzufühlen und nach Hause zu wollen. Der Gedanke, mit 40 Leuten Weihnachten zu feiern fand ich scheiße... Mir ein Bad mit 10 Leuten teilen zu müssen fand ich auch scheiße.. Wieder kein eigenes Zimmer zu haben, bin ich ja schon gewohnt, aber dann keine Wände zu haben war besonders scheiße. Ich habe mich nicht harmonisch gefühlt.. Auch nicht am Abend als wir die Geschenke verteilt haben. Ich will nur nach Aguascalientes und im kleinen Kreise feiern. Ich denke das gehört dazu, etwas kennenzulernen was einem nicht gefällt. Im endeffekt war es der schönste Urlaub, den ich mir hätte vorstellen können! Ich habe das Bad und die Zimmer lieben gelernt, und natürlich auch die Leute. Ich habe super liebe Tanten und Onkel und auch die besten Cousins und Cousinen, zu denen ich immer noch sehr viel Kontakt pflege! Meine Eltern waren ganz anders! Sie waren so locker, haben jeden Mist mitgemacht und haben nicht einmal gemeckert.. (was echt schon was heißen muss) Dieser Urlaub war für jeden einfach unbeschreiblich erholsam. Jeden Tag lecker frühstücken, Mittag an der Pazifikküste essen... den leckersten Fisch... Wie ich den Urlaub vermisse. Wir sind fast jeden Tag zu unserem Strand gefahren (ca. 20 Minuten von unserem Haus entfernt). Er heißt „Playa de Virgen“ und wie der Name schon sagt, existieren dort keine Hotels oder Restaurants. Kaum Menschen, schönstes Meer und einfach nur du und deine Familie.

Einen Tag haben wir uns die kleine Fischer-Yacht meines Großvaters ausgeliehen und sind damit herumgefahren. Der große, weite Pazifik sieht atemberaubend aus! Das Highlight waren die Buckelwale! Wie unglaublich beeindruckend diese Tiere sind. Natürlich haben wir auch im Urlaub andere Strände besucht und sind abends in Strand-Bars gegangen (natürlich nur meine Cousins und Cousinen)

Am 28. Dezember um 17:00 Uhr (dass ist 00:00 Uhr in Deutschland am 29. Dezember) haben alle für mich gesungen und ich konnte kurz meine Familie anskypen! Am 29. Dezember um 00:00 Uhr hat jedoch keiner mit mir reingefeiert... nur am morgen haben alle noch einmal gesungen und mir kleine Geschenke übereicht. Den Tag sind wir zum Strand gefahren! Das war ein Tag!! An meinem Geburtstag schwimmen gehen und mich bei 35 Grad bräunen! Das hatte ich noch nie in meinem Leben! Abends gab es eine Piñata, die ich mit verbundenen Augen kaputt schlagen musste... was mir nicht wirklich gelang, denn mein frecher Cousin hat mich ganz schön geärgert mit dem Ding. Anschließend bekam ich eine Schokotorte...durfte die Kerzen auspusten...und sie wie es in Mexiko der Brauch ist: Wurde natürlich mein Gesicht in die schöne Torte gedetscht. Ich sah vielleicht aus. Und wer war das mit meinem Gesicht wohl? MEIN KLEINER FRECHER BRUDER NATÜRLICH!

Abends war ich mit meinen Cousins und Cousinen noch feiern.

Der 31. Dezember war cool gestaltet, jedoch ganz anders... Wir hatten eine Perücken-Party. Ich hatte eine freshe Kurzhaarfrisur mit Rastas. Insgesamt war die Party langweilig, bis dann jemand um 00:01 rief: Feliz año nuevo!! Alle drückten sich und machten Fotos... und anschließend gingen alle schlafen... etwas hart für mich in diesem Moment, da ich nicht ein einzigen Feuerwerkskörper gesehen habe. Die ganze Familie verbot uns noch weiterzuziehen und sagte nur: Entweder ihr geht schlafen, oder bleibt im Bootshaus alleine.. Also schnappten wir uns Alkohol und setzten uns alle ins Bootshaus und tranken die verrücktesten Trinkspiele. Meine Cousins und Cousinen und natürlich der Alkohol haben die Stimmung wieder hochgetrieben und damit unseren Abend gerettet. Es ist doch noch zu einem sehr schönen, jedoch anderen Silvester geworden.

Am 01.01. sind wir wieder nach Hause gefahren... Ich möchte nur wieder zurück in den Urlaub!

Jetzt folgt noch ein weiterer Monat Ferien, in dem ich auch meine Familie wechseln werde.

Ich danke meiner ersten Familie für die schönen Erfahrungen!

 

Hasta luego!

 

(Ich merke wie mein Deutsch immer schlechter wird)

  con perro mit glücklichem Bruder schönster Berg in Aguas. und die schönsten Sonnenuntergänge mi Familia das ist ne Tanne Essen am 23. Essen am 23.   Der Vulkan erstes Essen an der Küste Erste Fotos Alles grün kleine Stadt   erste Strandbilder erste Strandbilder erste Strandbilder erste Strandbilder   erste Strandbilder erste Strandbilder erste Strandbilder Großvater, Bruder, Cousin  Weihnachten mit mini Sombrero Danke für die Weihnachtsgeschenke Cousinchen Heiligabend Barra de Navidad Barra de Navidad Barra de Navidad Barra de Navidad Barra de Navidad Rotary ist überall Barra de Navidad Barra de Navidad Weihnachtsbaum im Dschungel kleiner Markt kleiner Markt kleiner Markt Straßen von Barra Barra blauer Himmel Barra Barra Lagune Lagune Primas Lagune Lagune Lagune Lagune Lagune wie immer in die Kirche Playa de Virgen Playa de Virgen Playa de Virgen Playa de Virgen Playa de Virgen Kokosnüsse im in love with the coco Meinen Bruder vergraben  Playa de Virgen Playa de Virgen Kokos KrokodilKrokodilGeburtstag: PiñataPastel de cumpleañosdanke kleiner Bruder ;)auf dem Bootauf dem BootGeburtstagspaket am Strand öffen.. Danke Schatz <3hermano y primo con rastasFamilie

 

 

 

 

Guanajuato-16.November

Samstag, 29.11.2014

Hola!

Es war ein Sonntagmorgen als ich gegen 9 Uhr aufwachte bzw. geweckt wurde! Mein Vater klopfte aufgeregt an der Tür bis ich sie schließlich verschlafen aufmachte. Er strahlte mir entgegen und verkündete, dass es eine Überraschung gäbe (Trip) und ich deshalb in 15 Minuten abfahrbereit unten stehen sollte. Also hüpfte ich so schnell es ging unter die Dusche, zog mich an (natürlich nur mit gemütlichen Nike-Schuhen, die sich im enteffekt auch gelohnt haben ;)) und setzte mich unten in die Küche. Leider vergesse ich immer wieder, dass ich in Mexiko bin und nicht in Deutschland....also durfte ich ca. weitere 20 Minuten auf meine Familie warten. Als wir schließlich alle zusammen im Auto saßen, verbreitete sich ein lautes knurren unserer Mägen.. Aus diesem Grund fuhren wir an einem geliebten OXXO vorbei und besorgten uns eine Stärkung für den Trip. Daraufhin hat unsere geheime Reise begonnen. Mein Vater verriet jedoch nach 5 Minuten Autofahrt wohin es ging..nach Guanajuato. Diese Stadt ist kleiner als Aguascalientes, traditionell und sehr bekannt für ihre Mumien! Ich saß erst 2/3 Wochen zuvor mit meinem kleinen Bruder im Kino und musste mir den Zeichentrickfilm "La leyenda de las Momias de Guanajuato" ansehen. (Durchschnittsalter etwa bei 9-10 Jahren) Danach entschlossen meine Eltern mir diese Stadt einmal zu zeigen.
Sie ist 2:30 Stunden von Aguascalientes entfernt. Mit der Lieblingsmusik meines Vaters (natürlich Volklore auf Spanisch) düsten wir über die Schnellstraßen und Autobahnen. Die Landschaft zwischen den einzelnen Städten ist faszinierend und das Ambiente mit der mexikanischen Musik im Ohr hat perfekt gestimmt. Dies hat mir ein Gefühl von Heimat vermittelt. Der Güllegestank der durch die Klimaanlage ströhmt in der Nase..Die Kühe und Wildpferde in der Landschaft und die Adler die ihre Runden im perfekt blauen Himmel kreisen. 
Wir sind schließlich in Guanajuato angekommen. Die kleine Stadt hat nur Einbahnstraßen und die ganzen Autos quälen sich durch den Berufsverkehr. Ich sah erneut etwas, was mich sehr fasziniert hat! Ein kleiner, alter Volksawagen kämpft sich durch die Straßen...jedoch in diesem Volkswagen saßen 13 Leute! Bienvenido a México... Ich frage mich, wie die Kinder und Erwachsene dort Platz gefunden haben. Aber Mexiko...keine Regeln im Straßenverkehr und Autofahren ab 13..

Ich denke, dass es sehr schwierig wird zu erzählen was ich an diesem Tag gesehen und erlebt habe. Jedoch denke ich, dass Bilder mehr aussagen, was ich je erklären könnte.
Ich habe wieder einmal eine unterschiedliche Kultur gesehen! Mexiko ist so vielfältig. 2.30 Stunden weiter in einer anderenn Stadt, trifft man auf eine völlig andere Lebensweise und Kultur.

Guanajuato ist auf Hügeln gebaut Guanajuato Kleine Gassen Kleine Gassen Häuser Kathedrale Marktplatz Kleine Gassen in den Gassen von Guanajuato traditionelle Totenverkleidung Theater Park Theater-Platz Theater Restaurnts mexikanischer Feiertag-viele Menschen-Marktplatz Kathedrale Nebengasse kleine Tortillafabrik kleine Tortillafabrik Guanajuato Universität Marktplatz mit Springbrunnen mit Familie vor der Universität Universität Skyline Familie Häuser und Stromleitungen kleiner Markt Sonne pur Häuser in den verschiedensten Farben Callejon de Beso

 

Straße des Kusses...Eine Legende:
Es lebte einmal ein Mädchen auf der einen Seite der Gasse und ein Junge auf der anderen Seite. Sie waren unsterblich ineinander verliebt...Gut dass ihre Balkone nur 60 cm voneinander entfernt waren. Also trafen sie sich immer nachts heimlich, um sich dort zu lieben und zu küssen. 
Jedoch eines Tages erwischte der Vater des Mädchens die zwei in flagranti und drohte seiner Tochter, dass wenn dies noch einmal geschieht, er sie ermorden wird. 
Jedoch liebten sie sich so sehr, dass sie damit fortfuhren. Eines nachts trat der Vater hinter die zwei und ermordete seine Tochter mit einem Messer vor den Augen des jungen Manns.

Jedes Paar, das an dieser Straße vorbeiläuft und unter den Balkonen steht, muss sich küssen. (Sonst 15 Jahre Pech in der Beziehung oder Ehe)

Totenverkleidung

Unglaubliche Bilder und unglaubliche Erfahrungen!
Muchas Gracias :)

Adiós!

 

 

100 dias

Sonntag, 16.11.2014

Hola!

Nun genau heute dem 15. November bin ich 100 Tage in Méxiko. 
100 Tage mit Höhen und Tiefen.
100 Tage voller Erfahrungen und vieles mehr!

Ich habe so gesehen nicht viel zu erzählen. Jeder Tag hier ist einzigartig. Zwar pendelt sich immer mehr der Alltag ein und ich lebe das Leben hier, so wie in Deutschland. Ich bemühe mich viel Zeit mit meiner Familie, als auch mit meinen Freunden zu verbringen. Jedoch die Zeit mit meinen mexikanischen und deutschen Freunden lässt mich alles hier vergessen. Diese Zeit macht mich glücklich und die Erinnerungen bleiben mir für immer. Ich verbinge kaum noch Zeit mit meiner deutschen Crew. Wenn ich die Möglichkeit habe, dann gehe ich mit meinen mexikanischen Freunden raus. Das hilft mir sehr die Kultur und natürlich die Sprache besser zu verstehen. 

Diesen Montag haben wir frei (mexikanische Revolution). Einen Tag mehr ausschlafen!

Ich vermisse meine Famile, Freunde und meinen Freund... Sprachnachrichten von Freunden zu bekommen, wie: Berlin ist lagweilig ohne dich! Komm schnell wieder! Wir brauchen dich hier und alle reden über dich und vermissen jeden Moment, den wir mit dir erlebt haben. Partys sind doof ohne dich..
Dies lässt mich dann doch schwer schlucken. Aber es stärkt mich auch und lässt mich nach vorne blicken. 
Diese 100 Tage von 325 Tagen hier sind unglaublich schnell vergangen!! Wenn das so weiter geht bin ich ja schon bald wieder zu Hause. 

Ich vermisse Papas und Omas Brotzeit...denn Stulle mit leckerer Wurst und Käse gibt es hier nicht..Ja das ist das was mir am meisten fehlt. Manchmal fehlen mir sogar Hausaufgaben und Vokabeln lernen... hahaha aber wenn ich so nachdenke.. eigentlich nicht. 

Ich bin froh das meine Erfahrungen, die ich bisher hier sammeln konnte, mir für immer bleiben und sich noch erweitern werden.
Gestärkt von meiner Familie und Freunden schaffe ich weitere 100 Tage. 

Hasta luego

Palme Aguascalientes-Crew Rotex+Crew Dia de Muertos Friedhof Gruselführung mit Rotary Dia de Muertos Dia de Muertos Feria-Dia de Muertos Mexikanischer Döner Dia de Muertos Dia de Muertos Dia de Muertos

 

Zwischendrin war Halloween (wird eindeutig mehr gefeiert als in Deutschland)
und 1.November (Dia de Muertos-Tag der Toten) 
Dieser Tag ist sehr wichtig für die Mexikaner! (Bilder) 
Es gibt eine Feria (Rummel) der das feiert. Alle sind verkleidet und die Gesichter sind zur Hälfte wie ein Totenkopf geschminkt. Es war sehr schön dies zu sehen!

 

73 días en México

Montag, 20.10.2014

Hola amigos,

ich bin schon 73 Tage in México. Das sind über 10 Wochen. Da ich mich langsam in den Alltag einfinde, gibt es nicht wirklich viel zu erzählen. Ich gewöhne mich immer mehr an das Essen, die Menschen und generell an mein Leben hier. Langsam ergibt sich ein richtiger Tagesablauf. Ich werde diesen Blogeintrag nutzen, um ein wenig über meine Gefühle zu berrichten.

Was geht in meinem Kopf und in meinem Herzen vor sich?

Diese Frage ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Meine Gefühle vermischen sich Tag für Tag wie ein wütender Tornado. Warum sich gut und böse in mir immerwieder aneinanderreiben erkläre ich nun:


Auf einer Seite bin ich mächtig stolz mich für ein Auslandsjahr entschlossen zu haben. Ich könnte mir auch kein besseres Land als Mexiko vorstellen. Hier erlebe ich zwar keinen Kulturschock, jedoch ist versteckt ziemlich viel anders als in Deutschland. Die Einstellung und die Gedanken der Leute konnte ich bisher immernoch nicht entschlüsseln.
Mir ist bewusst, dass die Kindererziehung in Mexiko anders abläuft als in Deutschland. Da es Haushälterinnen gibt, lernt man hier nur sehr schlecht mit Ordnung und Verantwortung umzugehen. Die Familienmitglieder müssen weder ihr Bett machen, noch bei der Wäsche oder dem Abwasch helfen, noch müssen sie ihr Zimmer aufräumen...geschweige denn mit ihrem Hund Gassi gehen! Das hat mich sehr erschreckt. Ich kann mich daher sehr schwer an die Situation gewöhnen, da ich der Mensch bin, der doch ab und zu zum Staubsauger greift. 
Mädchen und Jungen im Alter von 16 Jahren werden noch wie Kinder behandelt (und das sind hier alle auch noch).
Das ist für mich ein besonders schwerer Punkt. 
In meiner Klasse oder Schule Freunde zu finden ist sehr anstrengend. Viele wollen es sich nicht antun, ihre geringen Englischkünste herauszukramen oder gebrochenes Spanisch mit mir zu reden. Zudem ist das üblich mit 16 Jahren zu Hause zu sitzen, zu lernen und mit der Familie die Zeit zu verbrigen. 
Das ich mit 16 Jahren ganz anders bin, viel raus möchte und die Stadt erkunden will, sieht meine Familie nur begrenzt ein. Ich werde jeden Tag wie ein kleines Kind überall herum gefahren. Mit Freunden mitfahren oder ein Taxi nehmen? Das darf ich nicht. 
Zitat meiner Mutter: "Ich kann ja mit meinen 16 Jahren nicht entscheiden, wer gut oder schlecht für mich ist."
Es gibt noch viele weitere Sachen die mich hier in Rage bringen. 
Ich würde mir nichts sehnlicher wünschen als eine super nette Familie zu haben, die mit mir Ausflüge unternimmt, abends sich mit mir aufs Sofa setzt und Filme schaut oder Karten spielt..oder wenn sie mich weinen sehen, mich in den Arm nehmen und fragen, was mit mir los ist, statt mich anzustarren und den Raum zu verlassen.
Natürlich habe ich mit ihnen über all dies schon gesprochen, ihnen meine Wünsche genannt... Es hat sich nichts geändert. Ich denke das sie mir für ihre Verhältnisse schon sehr viel erlauben. 
Ich habe vor 1 Woche mit meinem Rotary Club geredet und ihnen es gesagt. Daraufhin haben sie bei meiner Familie angerufen. Wieder keine Veränderung...

Das war so der Einblick in mein Leben in Mexiko, das ich nicht so sehr genieße. Es könnte an der Familie liegen... vielleicht liegt es auch bisher nur an mir selbst. Ich muss damit klarkommen, das ich in einem anderen Land bin und hier durch die verschiedene Kultur vieles anders ist. Mein Herz ist noch stark in Deutschland. Bei meiner Familie, bei meinem Freund und meinen Freunden.. Ich trauer meinem Leben in meiner Heimat noch sehr hinterher. Ich vermisse meine Freiheiten und vieles mehr. Aber ich denke nach diesem Monat werde ich das alles hinter mir gelassen haben und mich auf mein Leben hier einlassen können. (die ersten 3 Monate sollen ja bekanntlich die schlimmsten sein)

Dieses Video beschreibt genau meine Gefühlslage. Es hat mir mein Austauschschüler Freund Basti geschickt. 

http://www.youtube.com/watch?v=RkBvWMRA8t0

Jedoch habe ich die guten Seiten hier in Mexiko:

Ich lerne jeden Tag die besten Leute kennen. Ich habe schon meine kleine Truppe an Austauschschülern, mit denen ich mich gerne montags, mittwochs, freitags und samstags in ein Café setze. Wir haben in der Innenstadt bestimmt schon jedes kleines Café abgeklappert. Wir sind froh, dass wir uns alle haben und wir über alles reden könne. Ich bin froh das ich diese Gruppe sozusagen meine kleine Familie nennen darf. Sie machen meinen Austausch perfekt. Wir ergänzen uns alle haargenau und das wir uns alle zusammen unterstüzen und uns gegenseitig an unserer Seite haben, macht uns mächtig stolz. 
Zudem halte ich an meinen Erfahrungen fest, die ich bisher erlebt habe. Die Landschaft die ich gesehen habe, die Kultur und das Essen...besonders das Essen. Von dem könnte ich auch nicht aufhören zu schwärmen. Ich würde mich ja gerne jede freie Sekunde mit den diversesten mexikanischen Spezialitäten vollstopfen.. etwas erotische Schwungmasse tut sicherlich ganz gut. 

Alleine das Gefühl etwas zu schaffen, wovon du vorher noch nie gedacht hättest das du es schaffst... das und genau DAS Gefühl hält dich hier. Nach diesem Jahr stolz auf dich selbst zu sein.. und über dich selbst hinausgewachsen zu sein... das schenkt dir die Kraft...die dich hier hält..an einem Platz den du nach diesem Jahr vermissen wirst..Ich genieße mein Jahr in jeder Sekunde, denn ich weiß, dass das das beste Jahr meines Lebens wird.

Und ich glaube... DAS nennt man Austausch! Ich bin froh diese Möglichkeit zu haben!

Hasta luego!

 

Guadalajara-Familientreffen

Montag, 29.09.2014

Hola,

ich berichte heute von meinem Familientreffen in Guadalajara. Meine Gastmutter hat dort in ihrer Kindheit gelebt. Wir (mein kleiner Bruder Rodrigo, mein großer Bruder Ricky und meine Mutter Luli) sind am Freitag direkt nach der Schule dorthin gefahren. Wir benötigen circa 2 Stunden mit dem Auto. Es geht relativ schnell...das liegt auch daran, dass meine Mutter mit 160 km/h über den Highway brettert. Wie das Schicksal das so wollte, wurden wir natürlich von der Polizei angehalten. Auf dem Highway sind maximal 100-130 km/h erlaubt, jedoch mit einer gekonnten Ausrede ("Das ist der Jeep meines Mannes und ich bin ihn noch nie vorher gefahren..") konnte sich meine Mutter der Geldstrafe entziehen. Wenn dies auch in Deutschland so einfach wäre... 

Als wir in dem Elternhaus angekommen sind habe ich meine Gastgroßeltern in Empfang genommen. Meine Gastoma kam eine Woche zuvor von ihrer kleinen Europareise zurück und hat davon stolz erzählt. Danach kamen einige Cousins und Cousinen und meine Tanten zu Besuch. Mit meinen Cousins, Cousinen und meinen zwei Brüdern bin ich Bowlingspielen gegangen, da der Touri-Bus ausgefallen ist.. Wie kann es auch anders sein: Elli hat den letzten Platz belegt. 

Danach hat uns mein Cousin zu sich nach Hause eingeladen, um einen Film zu gucken. "Tribute von Panem" der 2. Teil war angesagt...natürlich auf Spanisch. Zwischendrin kamen meine Tanten und meine Mutter zu meinem Cousin nach Hause und haben sich auch einen kleinen Weiber Abend gemacht. Als unser Film vorbei war, haben wir uns zu ihnen an Tisch gesetzt. Uns ist aufgefallen, dass sie ziemlich gut gelaunt waren ;) Irgendwann haben alle versucht mich abzufüllen...jedoch habe ich wegen Rotary verweigert..hihi.. 

Am Samstag sind wir in eine kleine Nachbarstadt gefahren. Sie heißt Tequila und ist klein, wunderschön und traditionell. Die Stadt war die erste, indem Tequila hergestellt wurde. ("Jose Cuervo") Natürlich habe ich mir dort einen Pin für meinen Blazer gekauft. Wir hatten dort eine Führung, in der uns gezeigt wurde, wie Tequila hergestellt wurde. Ich hatte die Ehre die Agaven-Pflanzezu kosten....jedoch schmeckt sie auch so, wie sie bei der Verarbeitung riecht.. Hier ein paar Fotos:

Tequila Tequila Tequila

 Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Tequila Familia Familia Tequila Tequila Tequila Tequila Familia con mi hermano caballo con Mariatschies 

Abends war ich noch in einem riesigen Stadion in Guadalajara und habe mir diese Woche schon ein zweites mexikanisches Fusßballspiel angeschaut. UDEH-Morelia 1:2

Minispiel in der Halbzeit Guadalajara bei Nacht

Hier in Mexico gibt es in der Halbzeitpause immer Minispiele. Ich finde das sehr unterhaltsam und echt eine super Idee. Das Minispiel gestern war super lustig!! Zudem laufen immer Leute mit diversen Snacks und Getränken durchs Stadion.. man muss nichtmal aufstehen!

In Mexico ist vieles anders... ich vermisse zum Beispiel deutsches Naschi.. Hier ist fast jede Süßigkeit mit Chilli. 

Ich war diese Woche schon einmal bei einem Fußballspiel in Aguascalientes. Die Karten habe ich in der Innenstadt von einem Radiosender geschenkt bekommen! Das heißt: Kostenlos Fußball am Mittwoch Abend.

2. Liga = echt leeres Stadion Germany Ticket Stadion

Madonna ist eine Lügenerin! @Vicky Schuma

""Time goes by- so slowly"- Tz, von wegen.
Ich bin heute auf den Tag genau vier Wochen hier, es fühlt sich aber an, als währe ich immer noch diese unbeholfene Neue, die überhaupt null spanisch reden kann. Ich muss zugeben, diese Zeit war schon recht bequem. Aber aus der Zeit bin ich mittlerweile raus. Freunde zwingen mich, spanisch zu reden, Lehrer versuchen mich irgendwie in den Unterricht zu integrieren und ich versuche damit klarzukommen dauerhaft drei Sprachen um mich herum zu haben. Da war mir dieser Neulingschutzmodus irgendwie lieber."

Wie recht meine Liebe hat... nun sind es jedoch 52 Tage. Ich glaube es nicht. Ich lebe mich langsam ein und will schon fast gar nicht mehr hier weg! Ich vermisse trotzdem meine Familie..

Am Anfang 11 Monate...jetzt nur noch 9.. Ich muss allerdings gestehen das mich die Schule hier ganz schön ankotzt. Aber ich muss ja schließlich hin.

Hasta Luego!

 

 

Creel-Chihuahua

Freitag, 19.09.2014

Hola amigos,

mit diesem Blogeintrag möchte ich gerne von meinem Meeting in Chihuahua berichten..und es gibt echt eine Menge was ich erzählen könnte. 

Am Donnerstag den 11. September ging es los. Wir versammelten uns alle um 18 Uhr vor der Universität Uaa (auf die geht mein großer Bruder). Wir statrten einen Tag später als geplant...typisch Rotary. Als wir im Bus saßen, wussten wir noch nicht, was uns für eine lange Reise erwarten wird. Wir gingen von 12 Stunden aus, jedoch wussten wir nicht, dass wir noch Stops machen, um andere abzuhoen und dadurch einen Umweg fahren. Zacatecas, Torreon, Cauthemoc, Chihuahua.. Im Endeffekt sind wir also 24 Stunden gefahren. Draußen waren es sehr warm, obwohl wir über die Nacht gefahren sind. Der Bus an sich war auf 15 Grand heruntergekühlt... Das war der Grund, warum ich ersteinmal krank wurde. Als wir auch die letzten aus Chihuahua-City abgeholt haben, ging es noch nciht sofort nach Creel in unser Hotel. Wir trafen alle anderen und fuhren zusammen zu unserem ersten Wasserfall (Cascada). Als erstes waren mir alle sehr fremd, denn unser Distrikt ist der größte der ganzen Welt. Er umfasst: Chihuahua, Durango, Zacatecas, Coahuila und Aguascalientes! Alleine Chihuahua ist fast so groß wie Deutschland! Von daher waren wir 100 Austauschschüler. Alleine 57 davon waren Brasilianer! Leider nur 11 Deutsche..besser als nix! Mir waren alle sehr fremd, aber ich hätte nie gedacht, dass das nach ein paar Tagen mal sowas wie meine Familie sein wird. 

Chihuahua ist sehr groß, hat jedoch keine wirklichen großen Städte. Hauptsächlich sind dort Berge, Wasserfälle... sooo viel Natur. Die haben wir uns auch reichlich angeschaut. Tagsüber haben wir uns Sachen angeschaut und Abends hatten wir Meetings. 

Unser erster Wasserfall in Mexico und unsere ersten Bilder:

ein paar Deutsche Chihuahua  Wasserfall Natur Deutschland Gloria, Rinu und ich (Deutschland) Natur Wasserfall Gruppenfoto India and German Friends

Nach dem kurzen Stop sind wir dann ist Hotel gefahren. Ich war mit zwei Mädchen aus Brasilien, einer aus Finnland und einer aus Zimbabwe in einem Zimmer! Die waren super lieb. Wir hatten alle so kleine Holz-Hütten. Ich glaube wir hatten mit unserem Zimmer 104 echt Pech.. Unsere Toilette war andauernt kaputt, wir hatten oft nur kaltes Wasser und die Heizung funktionierte nicht. Dies hat meine Erkältung nicht wirklich besser gemacht. Wir haben Abendbrot gegessen und hatten dann unser erstes Meeting. In diesem haben sie uns natürlich wieder über alle Regeln aufgeklärt. Danach sind wir wirklich alle tot ins Bett gefallen... Wir aus Aguascalientes haben wirklich die weiteste Streke zurückgelegt. Wir wohnen am südlichsten Punkt des Distriktes und mussten in den Norden fahren. 

Am nächsten Tag haben wir uns in den Bus gesetzt und sind rumgedüst. Hier ein paar Fotos:

Natur Natur windig Natur Natur Seilbahn Natur Natur Deutschland Deutschland Deutschland Gruppenfoto...zu viele Brasilianer

Wir sind mit der längsten Seilbahn der Welt gefahren! "Brancas del Cobre Chihuahua" so abgefahren! Wir haben ganz viele Fotos gemacht, aber die schönsten seht ihr hier. Ein Wochenende mal ganz viel Natur und frische Luft. Wir waren danach noch Boot fahren. Wir wurden in 6-er Paddelboote gesteckt. Ich war mit Glora, einem aus Venezuela, einem aus Slovakia und Bennet aus Deutschland in einem Boot. Da Bennet ziemlich mutig war, hat er sich mit den anderen Booten angelegt und deshalb fand auf deim See eine große Wasserschlacht statt. Am Ende war ich bis auf die Unterwäsche klitsch nass und ich musste über eine Stunde damit in dem kalten Bus fahren. Der Tag war so schön! Am Ende wurde unser Boot von allen gehasst.

Das Essen in dem Hotel war ganz ok.. Creel an sich hat 10.000 Einwohner.. Der letzte Tag und der letzte Abend war unglaublich schön! Der 15. September ist hier Unabhängikeitstag. Tagsüber haben wir einen tollen Ausflug zu einem großen Wasserfall gemacht! Wir sind mit dem Bus hin und dann über eine Stunde Fußweg. Alles war nass und regnerisch.. generell war das Wetter nicht so berauschend.. schlechter als in Deutschland! Es war so toll, da wir auch ein bisschen klettern mussten. 

Wandern Wandern Wasserfall Wasserfall Wasserfall Wasserfall Fluss Gruppenfoto Wasserfall

 

Ich dachte ich wäre diesmal schlauer, indem ich mir einen Bikini drunterziehe und ein Handtuch und wechselsachen mitnehme....bis ich diese im Bus vergessen habe.. Deshalb bin ich als einzige mit Bikinioberteil auf den großen Felsen geklettert. Die Fotos sind zwar nicht toll, da sie mit einer Wasserkamera aufgenommen wurden, jedoch sind sie eine perfekte Erinnerung an den letzten Tag! Ich musste wieder frieren..ein sehr kaltes Wochenende.

Am Abend wurde das Fest bezüglich des Unabhängigkeitstages gefeiert. Zur Nationalhymne und marschierender Mexicaner mussten wir eine Art Hitler-Gruß machen... Dann gab es ein kleines Feuerwerk und am Ende war eine Art Talentwettbewerb. Jedes Land hat was für sich gemacht. Wir Deutschen, wie kann man es auch nicht anders erwarten, haben das Fliegerlied getanzt (leider haben wir nicht gewonnen). Am Ende haben wir Jugendlichen noch unter uns gefeiert und dann sind wir auch alle ganz brav schlefen gegangen ;) *hust* eigentlich noch heimlich Party in einem Zimmer *hust* Perfekter Ausklang des Abends!

Rotary hier in Mexico ist sehr viel strenger als in Deutschland. Wenn sie das andere Geschlecht im Zimmer gesehen haben (auch tagsüber) hat er gleich seine erste offizielle Verwahnung bekommen. 3 Verwahnungen und man fährt zurück nach Hause :( Jedoch hatten wir eine MENGE Spaß!

Diese Augenblicke sind die, die dein Auslandsjahr so unvergesslich machen! Ich freue mich alle meine Pappnasen in 2 Monaten bei nächsten Meeting wiederzusehen. Wir fiebern ja alle schon auf die Reise im April hin ("Rut Maja"). 

Hasta luego!

Zacatecas

Freitag, 12.09.2014

Hola amigos,

ich war am Sonntag mit Glorias Familie im Nachbarstaat Zacatecas. Wir sind dort gut eine Stunde mit dem Auto hingefahren. Die Hauptstadt trägt den gleichen Namen wie der Bundesstaat an sich. Zacatecas-Zacatecas...Aguascalientes-Aguascalientes... ziemlich einfallslos würde ich sagen.

Jeder, dem ich von unserem kleinen Sonntagstrip erzählt habe, war von grundauf begeistert. In meiner Stadt liebt jeder Zacatecas. Die Stadt ist zwar klein (ca. 250.000 Einwohner), jedoch ist sie sehr alt und traditionell. Zudem liegt sie an einem Berghang, sodass die Straßen oft sehr steil hinaufgehen und die Häuser alle wie auf Treppen angeordnet sind. Wir haben eine Tour mit einem Bus gemacht und sind danach mit dem Taxi auf den Berg gefahren. Anschließend mit der Seilbahn hinunter gefahren und wir hatten den perfekten Blick auf die ganze Stadt. Außerdem waren wir in einer Mine. Zacatecas ist bekannt für Silberabbau. Dort konnte man eine riesige Mine betreten. Die Führung war aber auf Spanisch.. no entiendo.. :( Der Tag war echt schön! Und hier folgen ein paar Fotos aus Zacatecas. 

Gloria und ich im Auto Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacateca-Naschi-traditionell Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Gloria <3 Gloria <3 Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Zacatecas Gloria<3 Gloria<3 Seilbahn Zacatecas

Ich fand die Stadt soooo toll! Ein bisschen mulmig wurde mir allerdings, als ich die Seilbahn betrat. 

Hier noch ein paar Fotos aus Glorias und meinem Schulleben... ich denke die sind selbsterklärend.. gääähn..

Movies morgens um 06:55...alle schlafen Langeweile natürlich auch schlafen darf auch nicht fehlen

Gloria und ich haben einen Freund der in einem Pethaus wohnt. Ganz oben befindet sich ein Pool und er hat uns eigeladen mit ihm dort schwimmen zu gehen. Der Ausblick war fantastisch. 

Terzetto Terzetto Ausblick auf den Norden meiner Stadt Pool Ausblick abends Ausblick abends Pool Pool

Ich habe einen Geldautomaten gefunden... einen deutschen! Dort hebe ich mein Geld doch gerne ab...

Geldautomat

Heute gehts nach Chihuahua!! #

Hasta luego

4 Wochen

Donnerstag, 04.09.2014

Hola,

ich bin schon seit 4 Wochen hier. Die Zeit ist sehr schnell vergangen..wie im Urlaub. Ich habe in der Schue die Klasse zu Gloria gewechselt. Jedoch wollen die Lehrer mich wieder zurück in die andere Klasse schicken, da wir nicht arbeiten... Ich meine, es gibt einen Austauschschüler der die Noten des Auslandsjahres in sein nächstes Jahr mit einfließen lassen möchte... Gloria und ich nicht! Wir sitzen in der letzen Reihe, schreiben die Sachen von der Tafel ab, gucken jeden Tag 2 Filme und sind einfach leise... mehr können sie nicht von uns verlangen! Wir verstehen nichts und erstrecht nicht wenn alle so schnell reden. Keiner erklärt uns was.. Ich weiß nicht was sie von uns verlangen. In meinem letzten Mathe-Test habe ich eine 8.5 von 10!! Das ist eine 2. Und was Hausaufgaben angeht mache ich auch nix außer morgens abschreiben, da wir nichtmal wissen ob wir etwas aufbekommen haben, geschweigedenn was. Nur in Englisch gebe ich mir Mühe, da ich die Möglichkeit habe meinen Cambridge-Abschluss am Ende des Jahres zu machen. We will see.. 

Heute habe ich meine erste Spanischstunde in "Casa del la cultura" in downtown. Ich gehe dort mit meinen Rotary-Austauschschülern hin. Mein Taschengeld habe ich immernoch nicht erhalten und morgen muss ich in meinem Club meine Präsentation halten. Ich habe alles perfekt vorbereitet und freue mich darauf den Mexikanern mein Land zu präsentieren.

In der Schule habe ich etwas sehr interessantes kennengelernt. Es nennt sich "Novatada". Dies ist ein Ritual, bei dem die 1. Semester im wahrsten Sinne des Wortes rasiert werden. Sie müssen nämlich einen Sportkurs zu Beginn des Jahres wählen. Alle Jungs die Basketball gewählt haben müssen auf den heißen Stuhl und die ältesten Basketballer der Schule (5. Semester) dürfen diese dann rasieren. Das sieht ungefähr so aus:

Gerardo y Alan

So müssen sie einen Tag herumlaufen, bis sie ihre Haare gleichmäßig kurz schneiden können.

Zudem war letztes Wochenende "Neon-Zomie-Run". Das fand in der Straße "Colossio" statt. In dieser sind rechts und links nur Bars auf 3-4 km. Sie wurde für den Abend gesperrt und alle Lichter wurden abgeschaltet. 7.000 Menschen waren dort! Überall waren Bühnen und Läufer. Ich hatte mit Gloria auch ein Lauftshirt und eine Nummer auf dem Rücken. Wir sind diese Strecke aber nicht gerannt, sondern haben uns mit unseren Freunden getroffen. Die Ausrüstung dient quasi als Erinnerung. Jeder hatte Knicklichter und die Straße und die Läufer wurden mit Neonfarbe besprüht. 

Neonfarbe und T-Shirt Neon-RaceNeon-Race

Gestern hatte mein kleiner Bruder Geburtstag. Wir waren Essen und er feiert am Freitag seinen Geburtstag nach. Das Geburtstagsritual ist es, den Kopf in die Torte zu tunken. 

before after

Jetzt ist der kleine 12 Jahre alt.

Am Wochenende ist schon wieder Party... 

Hasta luego!

 

Andere Länder, andere...

Mittwoch, 27.08.2014

Hola,

ich schreibe wieder aus der Welt der kleinen Menschen, Tacosesser, Schnurrbartträger und der Mariatschies. Ich bin nun 19 Tage hier und ich fühle mich immernoch sehr wohl hier. Ich entdecke jeden Tag neue Dinge und langsam aber sicher werde ich immer mehr Teil der méxikanischen Kultur. Ich hätte nie gedacht, dass Schule in anderen Ländern so anders seinen kann. Wie schon berichtet fängt diese hier um 7 Uhr morgens an, sodass man sich im Halbschlaf in die Schule quält und sich trotzdessen konzentrieren muss... muss ich zum Glück ja nicht hihi. Das Verständnis fällt mir immernoch sehr schwer. Daher ist der Unterricht noch langweiliger. Ich frage mich, wielange es wohl dauert wird, bis ich mal ein wenig mehr verstehen werde, oder gar ganze Sätze sagen kann... Die Leute hier machen aber jeden Schultag unvergesslich. Ich habe hier schon meine Gruppe, die einen auch fleißig jeeeeedes Wochenende auf Parties einlädt. Das Verhalten der Schüler ist hier echt grausam. Alle schreien im Unterricht, keiner meldet sich, jeder trommelt auf den Stühlen herum..und ich dachte meine deutsche Chaotenklasse wäre schon anstrengend. Genießt die Schule in Deutschland!! 

der Hof meiner Schule der Hof meiner Schule das Schulgebäude

Es gibt jedoch eine Sache die mich hier fast zur Weißglut treibt! Die sogenannten "Topes" auf der Straße, die alle 200 Meter zu finden sind. Das sind Hügel auf der Straße, um die Geschwidigkeitsbegrenzung einzuhalten. Jedesmal rast jedoch meine Familie mit ihren Autos über diese Hügel, sodass ich mir fast immer meinen Kopf am Autodach stoße! Ich möchte nicht wissen, wie viele Autofahrer hier jährlich ihre Stoßdämpfer reparieren lassen..

...horror

Zudem gibt es ein Spiel, welches ich immer mit meinem kleinen Bruder spiele. Immer wenn uns auf der Straße ein VW-Käfer begegnet, schreit mein Bruder "Bocho" und haut mir vollekanne mit seiner Faust auf meinen Arm. Da ich nie diese blöden Autos bemerke, bzw. nicht schnell genug bin, könnt ihr euch ja denken, wär am Ende der Autofahrt einen roten Arm hat. (Diese deutschen Autos sind hier weitverbreitet und man sieht diese so gut wie jede Minute am Straßenrand stehen oder herumdüsen) 

Ich gehe in letzter Zeit oft ins Kino, da dies hier sehr günstig ist. Beispielsweise kostet das V.I.P-Kino mit ausklappbaren Sesseln und Beinlehne umgerechnet nur 5€. Bei diesem Komfort muss man jedoch aufpassen nicht einzuschlafen. Die Filme sind hier meistens auf Englisch mit spanischem Untertitel.

Nun folgen noch ein paar Fotos aus der Stadt/Landschaft:

ich lebe in Bergen überall diese Stromkabel... die Landstraße Traffic

Nun berichte ich auch einmal von den traurigen Seiten, die so ein aufregendes Auslandsjahr mit sich trägt: Wir haben gestern die Gastschwester von Gloria zum Flughafen gebracht. Sie fliegt für ein Jahr nach Deutschland, in die Nähe von Düsseldorf. Ein paar Leute ihrer Freunde und Familie sind gekommen, um sie verabschieden. Ich habe glaube ich noch nie so einen Schmerz gespürt. Sie fliegt dort hin, wo ich in manchen Momenten gerne sein würde.. Denn mir fiel der Abschied schon echt schwer. Klar lassen die Erlebnisse diesen Schmerz vergessen, jedoch kommt dieser in solchen Momenten wieder auf. Ich habe mich daran zurückerinnert, wie meine Familie mich verabschiedet hat. Nun müsste Paola gut angekommen sein und liegt bestimmt hundemüde in ihrem deutschen Bett. Ich hoffe sie genießt ihr Auslandsjahr, genauso wie ich es tue!

Tschüss Paola

Und damit:

Hasta luego

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